Bali

Bali als das wohl beliebteste Urlaubsziel Indonesiens hat für Singles durchaus etwas zu bieten. Wenngleich man sich auch vor seiner Reise darüber informieren sollte, wie das funktioniert. Oft sieht man nämlich erst auf den zweiten Blick, was da passiert.

Die Touristenhauptstadt ist Kuta (Denpasar heißt die eigentliche Hauptstadt Balis), hier findet das Nachtleben statt. In etlichen Clubs und Dissen finden sich nachts nicht nur Scharen von betrunkenen Australiern, deren „Hausstrand“ Kuta quasi ist, ähnlich wie der „Ballermann“ auf Mallorca für die Deutschen, es gibt auch jede Menge Freelancer und freischaffende Künstlerinnen, die gegen die Entrichtung eines gewissen Obulus gern bereit sind, das Kopfkissen mit einem zu teilen.

In Kuta trifft sich vor allem Surf- und Partyvolk, der Alk fließt in Strömen.

Der Strand in Kuta ist riesig lang, aber ansonsten unspektakulär. Er ist ja der angebliche Grund, warum sich hier alles trifft. Kilometerlang, seicht, schön geschwungene Bucht, feiner Sand. Tausende Leute, bunte Fähnchen und Liegestühle en masse. Haben wir alles auf Malle oder in Rimini auch. Kein Grund, 20 Stunden im Flieger zu sitzen. Oder doch!? Offenbar. Es gibt ja auch die Surfer Scene, in jedem Hotel gibt es Abstellplätze für die Bretter, die jedoch irgendwie immer leer sind. Viele Motorbikes haben extra Haltevorrichtungen für die Bretter, es hat jedoch ziemlich lange gebraucht, bis ich geschnallt habe, wofür die sind, bis ich endlich mal eins gesehen habe, wo ein Brett drauf war. 99% sind leer. Ich habe allerdings auch keine Wellen gesehen, die diese Bezeichnung verdient hätten. Lediglich ein paar Wellchen, die es in der Qualität auch am polnischen Ostseestrand ab Windstärke 3 gibt. Lag sicher am Wetter? Abends dann gemeinsames “Oh ist das schön!” beim Sundowner. Tausende im Rausch kollektiver Gefühlsausbrüche, dabei ist doch jeder für sich. Kann man den Enkeln mal erzählen.

Fast glaube ich nicht, dass wegen der Wellen oder des Strandes die ganzen Leute hier sind. Ich glaube, das hat andere Gründe, siehe unter “Nightlife”.

Obwohl, das Publikum in Kuta ist schon ein bunt gemischtes. Neben den Surfern und jungem Partyvolk trifft man auf Rentner, Globetrotter, Neckermänner, vergnügungssüchtige australische Touristinnen, und Einheimische, die ihr Glück kaum fassen können, so vielen halbnackten weißen Touristinnen beim Baden zusehen zu dürfen. Auf reine Sextouristen weniger, Leute, das ist nicht Pattaya hier. Man muss gucken, wo man sein Geld los wird für etwas Spaß.

In Sanur hingegen geht es etwas geruhsamer zu. Der Strand ist recht schön und weniger hektisch (Foto oben).

Insgesamt hat es mir hier besser gefallen, zumal das Nachtleben an sich zwar nicht sehr ausgeprägt ist, es jedoch „gewisse Möglichkeiten“ gibt, sich etwas Entspannung der besseren Art zu genehmigen, und dies gibt es eben auf Bali fast ausschließlich in Sanur.

Die Sache mit dem „X“

Es gibt eine Besonderheit in Sanur, das sind Häuser mit einem “X” hinter der Hausnummer, also z.B. “88X”. Das heißt, es geht was. Es sind Karaoke- bzw. Massageläden mit angeschlossenen Shorttime Zimmern. Ab etwa dem frühen Nachmittag kann man dort aufkreuzen und seine Wünsche äußern. Die “Manager” dieser Läden machen auf den ersten Blick einen wenig vertrauensvollen Eindruck, genau wie das Innenleben vieler dieser Häuser. Abgelutschte Sofagarnituren, leere Schnapsflaschen oder aufgestapelte Zigarettenschachteln dienen als Dekoration. Das ist in Sanur nicht anders als anderswo auf der Welt. Es geht aber korrekt zu, die Leute scheinen in Ordnung, man wird weder zu irgendwas überredet, noch übers Ohr gehauen. Man hält sich an Absprachen. Sprecht freundlich zu den Leuten, und sie werden Euch gut behandeln.

Foto oben: nette Masseuse ist kurz davor, mich nach Strich und Faden zu „verarzten“.

Das Essen auf Bali ist vielseitig und lecker! Es kommt zwar nicht ganz an die Thaiküche heran, aber es findet sich mit Sicherheit für jeden Geschmack etwas.

Bei Ausflügen rund um die „Insel der Götter“ sieht man viel Unbekanntes und Neues, lernt dazu schnell die einheimsichen Menschen kennen, die abseits der Touristenhochburgen noch sehr nett und gastfreundlich sind.

Es empfiehlt sich entweder ein Taxi zu nehmen, oder selbst ein Auto zu mieten. Der André ist empfehlenswert, gute Autos und zuverlässiger Service. Dabei absolut bezahlbar (mit CDW Versicherung!).

Ein Ausflug  in das von Kuta etwa 1 – 2 Stunden entfernte Ubud ist für diejenigen, die etwas vom ursprünglichen Bali erleben wollen, durchaus empfehlenswert, auch wenn es sich scheinbar um einen reinen Touristentreff handelt. Hier leben viele Künstler, und man kann gut einkaufen. Interessante Märkte, Tanzvorstellungen, gute Restaurants und nicht zuletzt die typischen Reisterrassen in der näheren Umgebung machen Ubud zu einem lohnenden Ziel für mindestens einen Tagesausflug. Wer mehr Zeit hat, sollte sich hier für einige Tage einquartieren, es mangelt nicht an Hotels und Unterkünften für jeden Geldbeutel. Aber vergesst bitte nicht Euch ein Mädel mitzunehmen, aus sextouristischer Sicht ist hier nämlich reines Notstandsgebiet, was ich am eigenen Leib zu spüren bekam.

Candi Dasa ist vor allem ein Ort zum Ausspannen, ich hatte hier einige tolle, erholsame Tage am Meer. Es ist der größte Touristenort Ostbalis. Der Strand ist weitestgehend dem Raubbau am Riff zum Opfer gefallen, die haben da früher Häuser, Tempel und Straßen draus gemacht. Erst als ihnen die Wellen alles weggehauen haben, sind sie wach geworden. Jetzt “zieren” künstliche (Beton-) Riffs und Poller den Küstenbereich auf weite Strecken.

Vom Strand meines Hotels aus kann ich direkt zu ein paar mehr oder weniger sehenswerten Riffs schnorcheln. Etliche Fischer bieten ihre Boote für Touren an. Ich fahre einmal raus zum Schnorcheln, bei der Gelegenheit kommt meine Songkran erprobte, wasserdichte Pentax zum Einsatz.

Einmal lasse ich mir von meinem Guide, ein Fischer mit Boot (Foto oben), aber ohne Netz, ein paar Makrelen grillen, die wir gemeinsam verspeisen. Balilike auf Kokosnussschalen gegrillt, mit den Händen gegessen. Lecker! Dazu gibt es etwas gekauften Reis und etwas von der Sau.

Das Highlight für mich in Candi Dasa war mein Hotel, der Bali Shangrila Beach Club, eine schöne Anlage direkt am Wasser. Dort kann man es aushalten, schöne Zimmer, Pool, gutes Restaurant, freundlicher Service. Seht Euch den Hotelbericht an.

Der Ort selbst schlängelt sich vor allem an der Straße entlang des Strandes hin. Es gibt einige gute Hotels, aber auch preiswertere Unterkünfte in der Umgebung. Gute Restaurants, Shops, das war’s im Grunde schon. Der nächste ATM steht erst in Amlapura, einige Kilometer nordöstlich. Die Zeit scheint etwas langsamer zu laufen in Candi Dasa.

Früher gab es eine Karaoke mit Mädels, die zu haben waren, laut meinem Guide sind die aber pleite, weil oft keine Gäste kamen. Kein Wunder, es sind allermeistens Pärchen, die hier Urlaub machen.

Strände gibt es reichlich auf der Insel, auch abgelegen versteckte, die man nur mit einer Karte findet.

Die Hotels auf der Insel lassen in der Regel Gäste zu, es ist also normalerweise kein Problem, seine Schöne der Nacht bei sich einzuquartieren. Sicherheitshalber sollte man das aber vorher klar machen (beim Buchen). Hotels, bei denen das bereits ausgiebig getestet wurde, findet Ihr hier: Hoteltests Bali.

Wer sich weitergehend informieren möchte…

… einen ausführlichen Reisebericht Bali findet Ihr hier:

reisebericht bali

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